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Ubuntu for Phones vorgestellt

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04.01.13 um 12:19 Uhr in Kategorie Linux
Ubuntu for Phones vorgestellt
Wie berichtet möchte die Linux-Distribution Ubuntu im kommenden Jahr auch am Smartphone bzw. Tablet Markt Fuß fassen. Vorgestern war es dann auch soweit, Mark Shuttleworth, der Gründer des Ubuntu-Projektes, stellte in einem gut 22 minütigen Video das so genannte „Ubuntu for Phones“ vor.

Laut einem weiteren Interview, dass Shuttleworth den Kollegen von engadget.com gegeben hat, sollen die ersten Geräte mit dem Ubuntu OS Ende 2013 respektive Anfang 2014 erscheinen. Genaue Partnerschaften oder Hersteller für ein mit Ubuntu betriebenes Smartphone konnten allerdings noch nicht genannt werden.

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foto: ubuntu.com


Die Präsentation des OS führte Shuttleworth auf einem Galaxy Nexus durch, das dabei verwendete Image soll in den nächsten Wochen als Download zur Verfügung stehen. Offiziell wird Canonical zu Beginn auch nur das Galaxy Nexus unterstützen. Allerdings basiert „Ubuntu for Phones“ auf einem Android-Kernel und ist somit in der Lage die gleichen Treiber wie das Google OS zu nutzen. Aufgrund der großen Ubuntu-Community ist somit (hoffentlich) schon bald mit weitern Portierungen zu rechnen.
Zur Steuerung des jeweiligen Gerätes setzt Ubuntu auf simple Wischgesten von den Rändern des Bildschirms um auf Inhalte zugreifen zu können bzw. zwischen Apps zu wechseln. Jede Kante des Telefons wird verwendet, was einen Home-Button überflüssig machen soll. Dieses Konzept ist nicht völlig neu, so lehnt es sich doch an den Unity Desktop an und wurde schon einmal in ähnlicher Form beim Nokia N9 verwendet.

Vom Smartphone bis zum Desktop

„Ubuntu for Phones“ versteht sich jedoch nicht nur einfach als eine Alternative zu iOS, Android und Co., sondern möchte gerade wegen der Konvergenz zwischen den verschiedenen Plattformen bzw. Gerätetypen (Smartphones, Tablets, Netbooks, Laptops & Desktop-PCs) hervorstechen. So wird es zum Beispiel möglich sein, sein Smartphone via Dockingstation zum Desktop-PC zu machen. Shuttleworth betont hier vor allem den Sicherheitsaspekt sowie die erheblich Vereinfachung der Wartung für solche Systeme. Weiters sollen auch die bereits vorhandenen Developer Tools von Ubuntu für die neuen Plattformen genützt werden können. So können Apps einerseits nativ in Qt/QML samt OpenGL Unterstützung und andererseits auch als „Web Apps“ in HTML5 geschrieben werden. Somit soll sich eine Performancesteigerung bei gleichzeitiger Energieersparnis für die nativen Apps ergeben, so Shuttleworth.

Canonical selbst verfolgt mit der Einführung des „Ubuntu for Phones“ ein ganz eigens Ziel. So will man im April 2014 mit Ubuntu 14.04 LTS nicht nur das nächste Long Time Support OS veröffentlichen, sondern bis dahin alles vom Smartphone über Tablets, Server und Laptops bis hin zum SmartTV mit Ubuntu betreiben.

Autor: Lastenvieh | Quelle: eigene
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